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Das Projekt 2018-02-21T15:36:35+00:00

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Das Projekt

Semizentrales Wärmepumpensystem im Baugebiet Eichholz in Wesseling

Ein tiefer Brunnen, ein idyllischer, künstlich angelegter Bach und gute hydrogeologische Verhältnisse bilden im Neubaugebiet Eichholz in Wesseling künftig die Standpfeiler einer regenerativen Wärmeversorgung. Der Startschuss für die Bebauung mit 32 Einfamilienhäusern, einem Mehrfamilienhaus sowie einer Wohnanlage, die mit Wasser-Wasser-Wärmepumpen versorgt werden sollen, ist gefallen. Zwei weitere Wohnanlagen sowie eine Kindertagesstätte sollen bis 2019 folgen.

Der Begriff „Semizentral“ steht hier für eine verfahrenstechnische Vorgehensweise, bei der die Grundwasserförderung und Verteilung zentral und die Installation von Wasser-Wasser-Wärmepumpen dezentral in den jeweiligen Häusern durchgeführt wird. Hierzu wurden zum Fördern des Grundwassers ein Saugbrunnen und zur Rückführung des abgekühlten Wassers (Rücklaufwassers) ein Schluckbrunnen errichtet. An das zugehörige Wassernetz, bestehend aus einer Vorlauf- und einer Rücklaufleitung, werden die einzelnen Wärmepumpen angeschlossen. Des Weiteren werden Teile des Rücklaufwassers ohne energetischen Mehraufwand zur Speisung des künstlichen Baches im Wohngebiet verwendet (siehe Abbildung 1.1).

Schematische Darstellung des Systems

Abb. 1.1: Schematische Darstellung des Semizentralen Wärmepumpensystems

Beim Semizentralen Wärmepumpensystem versorgt eine Grundwasserbohrung mehrere Objekte mit jeweils eigener Wärmepumpe. Abgekühlt fließt das Wasser in einen künstlichen Bachlauf ab.

Wärmepumpen funktionieren ähnlich wie Kühlschränke: Statt der Kühlleistung des Verdampfers kommt es hier jedoch auf die Wärmeleistung des Kondensators an. Die Wärmepumpen nehmen Umweltenergie (hier Wasser) auf und heben mithilfe der Antriebsenergie dessen Temperatur auf nutzbare Heiztemperaturen an (siehe Abbildung 1.2).

Abb.2: Funktionsweise des Semizentralen Wärmepumpensystem

Abb. 1.2: Funktionsweise des Semizentralen Wärmepumpensystems

Die Übergabestelle für den Kunden befindet sich hinter dem Wärmetauscher. Die Anschaffung und der Betrieb der Wärmepumpe erfolgt durch den Kunden. Abgerechnet wird anhand des Wasserbezugs (siehe Abbildung 1.3).

Schnittstelle zum Kunden

Abb. 1.3: Schnittstelle zum Kunden

Es handelt sich hierbei um ein besonders innovatives System, da zur Versorgung der Wasser-Wasser-Wärmepumpe keine eigenen Brunnen auf dem Privatgrundstück errichtet werden müssen. Die Verantwortung für die Wasserversorgung liegt in diesem Fall in der Hand des Versorgungsunternehmens. Im Unterschied zu herkömmlichen Luft-Wasser-Wärmepumpensystemen wird durch das Semizentrale Wärmepumpensystem 100 % Umweltwärme aus dem Grundwasser für die Beheizung der dezentralen Gebäude bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit bereitgestellt. Durch die Betreiber des Systems wird dabei eine ganzjährige Versorgung mit Wasser sichergestellt. Für diese innovative Konzeption wurde ein Förderpreis der KlimaKreis Köln GmbH vergeben.

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Die Technik

Versorgungsgebiet mit Erschließungsabschnitten (Stand 2012)

Erläuterungsbericht zum Semizentrales Wärmepumpensystem

Gegenüber der Versorgung eines einzelnen Gebäudes werden bei einem Semizentralen Wärmepumpensystem wesentlich höhere Mengen an Grundwasser gefördert. In der ursprünglichen Planung mit ca. 160 Häusern (dies betrifft das Versorgungsgebiet mit den Erschließungsabschnitten 2–5; Stand: 2011/12) sollten bei einer angesetzten Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf von 5 Kelvin ca. 300.000 m³ jährlich […]

Weitere Informationen

Förderprojekt

der KlimaKreis Köln GmbH

KlimaKreis Köln GmbH

Die KlimaKreis Köln GmbH fördert Pilot- und Demonstrationsprojekte oder Maßnahmen, die sich mit innovativen Lösungen befassen. Sie müssen zum Klimaschutz und zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Energie beitragen, regionale Relevanz haben und somit die Energieeffizienz erhöhen und den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verringern. Geber der Fördermittel ist die RheinEnergie AG. Sie fördert im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms „Energie & Klima 2020“ den KlimaKreis Köln mit insgesamt 5 Mio. €.

(Quelle: KlimaKreis Köln GmbH, Auszug aus den Förderrichtlinien von 2014)