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FAQ Wärmepreisbremse

Für Privatkunden sowie für kleinere und mittlere Unternehmen hatte der Gesetzgeber Preisbremsen für Gas, Wärme und Strom beschlossen. Die Preisbremsen traten im März 2023 in Kraft und galten bis 31.12.2023. Die Monate Januar und Februar 2023 wurden rückwirkend berücksichtigt.

Die Preisbremsen waren neben der einmaligen Dezember-Soforthilfe für Gas und Wärme und der Mehrwertsteuersenkung auf Gas und Wärme von 19 % auf 7 % ein weiterer Baustein aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung. Sie sollten helfen, die hohen Energiekosten für Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen abzufedern – die finanziellen Mittel hierfür kamen aus dem Bundeshaushalt.

Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen erhielten für einen Teil der im Jahr 2023 gelieferten Wärmemengen einen gedeckelten Arbeitspreis. Der gedeckelte Anteil (Entlastungskontingent) entsprach 80 % des (Stand September 2022) prognostizierten Jahresverbrauchs. Dieses Entlastungskontingent für 2023 wurde in der jeweiligen Abrechnung zu einem garantierten Bruttoarbeitspreis von 9,5 ct/kWh berechnet.

Das Gesamt-Entlastungskontingent wurde gleichbleibend auf die einzelnen Monate verteilt.

Für Verbräuche, die darüber hinaus gingen, zahlten Sie den mit uns vertraglich vereinbarten Arbeitspreis. Der Staat glich somit für 80 % Ihres Verbrauchs die Differenz zwischen den 9,5 ct/kWh und Ihrem vertraglich vereinbarten Arbeitspreis aus.

Die Preisbremse griff natürlich nur, sofern Ihr vertraglicher Arbeitspreis über dem Preisdeckel lag. Lag Ihr Arbeitspreis darunter, zahlten Sie selbstverständlich Ihre günstigeren vertraglichen Konditionen.

Um von der Wärmepreisbremse zu profitieren, mussten Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen nichts Weiteres tun.

Für Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen erfolgte eine unmittelbare Entlastung ab März 2023 durch eine Reduzierung des monatlichen Abschlags. Im März 2023 erfolgte zusätzlich eine rückwirkende Entlastung für die Monate Januar und Februar 2023. Das hieß, im März wurde Ihnen der dreifache Entlastungsbetrag vom Abschlag abgezogen oder ggfs. gutgeschrieben. Ab dann galt die Entlastung fortlaufend.

Ihr monatlicher Abschlag beträgt im Normalfall ein Elftel (1/11) Ihrer prognostizierten Jahreskosten. Hierzu wurde der prognostizierte Jahresverbrauch mit den vertraglich vereinbarten Preiskomponenten bewertet.

Für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauches wurde die Differenz zwischen dem vertraglich vereinbarten Preis und dem garantierten Bruttoarbeitspreis von 9,5 ct/kWh (brutto) ermittelt.

Dieser Gesamtentlastungsbetrag wurde durch 12 geteilt und von Ihrem ursprünglichen monatlichen Abschlag abgezogen.

Ja, wie in der Antwort zur Frage „Wie funktionierte die Wärmepreisbremse?“ beschrieben, erfolgte die finale Ermittlung der Entlastungsbeträge über die Verbrauchsabrechnungen für alle im Jahr 2023 gelieferten Wärmemengen.

Hierzu können wir leider keine detaillierten Auskünfte geben und nur die Info vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zitieren:
In Mehrfamilienhäusern, die zentral mit Wärme versorgt werden, erhielt die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer bzw. die oder der Vermietende als Letztverbraucher oder Wärmekunde eine schriftliche Mitteilung vom Versorger. Vermieterinnen und Vermieter waren dann ihrerseits verpflichtet, den Mieterinnen und Mietern den Ursprung, die Höhe und die Laufzeit der Entlastung mitzuteilen. Der oder die Vermietende informierte zugleich darüber, dass sie oder er die Entlastung im Rahmen der Betriebskostenabrechnung anteilig an die Mieterinnen und Mieter weiterreichen wird. In den Ausnahmefällen, in denen der oder die Vermietende zu einer Anpassung der Betriebskostenvorauszahlung verpflichtet war, teilte er oder sie zugleich die Anpassung und den geänderten Vorauszahlungsbetrag mit.

Bitte setzen Sie sich bei Fragen mit Ihrem Vermieter oder Ihrer Vermieterin in Verbindung.

Dann läuft die Entlastung über Ihren Vermieter oder Ihre Vermieterin. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit ihnen in Verbindung.

Weitere Informationen

Hier finden Sie weitere Tipps zum Energiesparen und mehr Informationen – auch zu den Hilfen für Unternehmen – finden Sie auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums.